Meine Geschäftsreise nach Hamburg nutzte ich, um mir eine der fünf verbleibenden Städte in Deutschland auf meiner ToDo-Liste anzuschauen: Schwerin. Die Landeshauptstadt von MecPomm ist für das Schweriner Schloss bekannt, in dem auch der Landtag sitzt. Darüberhinaus hat Schwerin aber auch den größten Dom östlich der Elbe und eine sehenswerte Altstadt.
Schwerin war außerdem die letzte der 16 Landeshauptstädte, die ich besucht habe - und nicht die hässlichste 😉.
Die Stadtführung mit Günther war recht informativ und so wurde man auf Details hingewiesen, die man sonst übersehen hätte:
So erfuhr man über das Löwendenkmal Heinrich des Löwen am Schweriner Markt doch einige interessante und amüsante Details. Zum Beispiel, warum ihm die Bardowicker alle das nackte Hinterteil entgegenstreckten 😅.
Der Dom ist mit 117,5 Metern einen halben Meter höher als der Rostocker und somit das höchste Kirchengebäude in Ostdeutschland:
In der Altstadt von Schwerin gibt es auch einiges zu sehen, unter anderem das Kommodenhäuschen aus dem Jahr 1698. Da damals die Grundsteuer nach bebauter Fläche entrichtet wurde, baute man auf die kleine Erdgeschoss-Fläche einfach einen größeren 1. Stock drauf. Bei den Schwaben hätte ich das erwartet, aber in Schwerin ? 🙈
Bekanntestes Bauwerk ist aber das Schweriner Schloss. Vor der Stadt auf einer natürlichen Insel gelegen ist es ein echter Hingucker, auch wenn das Wetter nachmittags nicht mehr so mitspielte und das Schloss zum Teil eingerüstet war.
Mehr Fotos von Schwerin findest Du hier
Samstag, 28. Oktober 2017
Montag, 25. September 2017
Apulien Urlaub September 2017 - da, wo der Stiefel den Absatz hat
Apulien (besser
bekannt als der “Stiefelabsatz”) besteht aus sieben Regionen, von denen ich
auch nur drei bereist habe: Terra di Bari, ValleD’Itria und den Salento. Mit
1.800 Küsten-Kilometern an zwei Küstenseiten (Ionisches Meer und Adria) spielt
Wasser natürlich die dominante Rolle neben den vielen antiken Gebäuden.
Zusätzlich dazu habe ich noch einen Abstecher nach Basilikata gemacht in die
Stadt Matera.
Der 1,2
Liter Opel Corsa, den ich hatte, war eine richtige Gurke - spritzig geht anders 😉. Mit kleinen Autos ist man in den engen
Gassen der zahlreichen apulischen Altstädte gut bedient, ging etwas zu Lasten
des Komforts auf den 1.750 zurückgelegten Kilometern, aber man kann nicht alles
haben. Sprit ist recht teuer in Italien (zwischen 1,45 und 1,60 Euro je Liter
Super) so dass ich auch 185 Euronen vertankt habe. Gemeinsam mit den 150 Euros
für den Corsa stellte das - wie gewohnt - den größten Kostenblock auf meiner Reise. AirBnB
hatte ich dieses Mal geteilt: Ich wollte im Salento, der südlichen Halbinsel
einige Orte bereisen und Sonnenuntergänge knipsen, da wäre mir die nächtliche
Rückfahrt nach Bari zu lange gewesen. Deshalb blieb ich vier Nächte bei
Annalisa in Bari und drei Nächte bei Mauro in Lecce. Die beiden Unterkünfte
waren groß und komfortabel mit leichten süditalienischen Abstrichen bei der
Sauberkeit. Aber das war nichts Dramatisches. Ich habe mich schmunzelnd an meine Mutter
erinnert, die bei früheren Italienreisen gerne mal zuerst das ganze Geschirr
durchgespült hat. Ich habe mit dieser Familien-Tradition selbstredend gebrochen 😉
An dieser Stelle
möchte ich mal ein Loblied auf meinen treuen Reisebegleiter Google Maps zum Besten geben. Bei der italienischen
Fahrweise hat mir das Navi einige brenzlige Situationen gelöst oder mich vorher
darauf hingewiesen. In Italien sind in den Kurven der Ausfahrt oft noch
Gabelungen nach links oder rechts und die Google Stimme weist schon pro aktiv
darauf hin.
Apulien hat 2
Küsten: Die am Ionischen Meer im Westen und die an der Adriaseite gen Osten zu.
Das heißt für das Fotografenherz: Man hat Sonnenauf- und Sonnenuntergänge. Also
in Google mal nachgeschaut, wann Sunrise und wann Sundown ist, sich einen Ort
ausgesucht, dort „Centro Storico“ oder „Porto“ für die Altstadt oder den Hafen
eingegeben, draufgeklickt und los ging es. Man sieht, das Ganze hat schon mit
Infos einholen und Planung zu tun, aber mir macht das Spaß. "Moment!", werdet
ihr jetzt sagen: "Das kann doch mein Navi auch?!!" Na ja, Google Maps läuft bei
mir auf dem Smartphone unter Android, weshalb die Bedienung im Vergleich zu
konventionellen Navis schon mal um Lichtjahre besser und komfortabler ist. Hat
man eine Navi App auf dem Smartphone installiert ist das schon bequemer, aber
Google Maps kann einfach mehr: Gibt man ein Ziel ein oder sucht sich eines aus,
teilt mir Google Maps z.B. mit, ob das Ziel zur Ankunftszeit geschlossen hat,
weil Ruhetag oder Siestazeit - wie in Italien üblich - zwischen 12/14 und 17 Uhr. Beim
Ziel kann ich mir vorab Fotos anschauen, kann Bewertungen lesen und kriege
vergleichbare Orte vorgeschlagen. So viel Zeit, wie ich mit der Suche verbracht
habe, habe ich locker durch solche Tipps eingespart!
Das Thema Autofahren in Italien ist mir nicht
neu, war beruflich schon in Neapel und bin da mit Leuten auch schon privat
mitgefahren – das alleine war schon anstrengend. Aber nach einem (wenn auch
kurzen) Flug nachts mit einem fremden Auto in einer süditalienischen Großstadt
unterwegs zu sein, ohne außerhalb des Navis irgendeine Orientierung zu haben,
ist schon eine anspruchsvolle Nummer. Das alles wäre nicht solch ein Problem,
wären die Italiener nicht so lausige Autofahrer, die aber alle denken, sie
seien die Wiedergeburt von Ayrton Senna oder Juan Manuel Fangio. Der Italiener fährt erst
mal in eine Kreuzung rein, statt zu stoppen und schaut dann mal, was passiert. Manchmal
ist das auch die einzige Chance, überhaupt voranzukommen. Beispielsweise an
einem Zebrastreifen kannst Du warten, bevor einer anhält bis Du schwarz wirst. Also Forschheit gehört durchaus dazu.
Richtungsanzeiger werden in Süditalien glaube ich für eine nettes Blinklicht
gehalten, mit dem man das Auto (im Stehen) besser in Szene setzen kann. Aber die werden definitiv nicht beim Fahrbahnwechsel eingesetzt. Beim Autofahren in einer
Großstadt muss man auf alle Richtungen achten (außer vielleicht
„oben“ kann man außer Acht lassen 😉). Sonst kann von links oder rechts überholt werden
(blinkerfrei natürlich) von hinten gibt es die (Licht)Hupe und beim Vordermann
– sagen wir es mal so – würde ich mit allem rechnen. Aber noch schlimmer als
„normale“ Autofahren sind Italiener, die einen SUV fahren. Vielleicht ist es
die erhöhte Sitzposition, bei der der eher kleine Italiener mal den Überblick
hat oder die Größe, die ihn denken läßt: „O.K.
in den Altstadtgassen lacht ihr über mein Monstrum. Aber hier auf der Autobahn
habe ich das Sagen!“ Wie dem auch sei: Die Kombi „Testosteron plus SUV-PS“
ist tödlich!
Wer Lust hat auf mehr Bilder folgt einfach dem Link hier.
Und wem das immer noch nicht reicht, findet hier thematisch geordnete Fotos: Shops, Street Art und Türen.
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Auf meiner Tour war ich an folgenden Orten:
San Foca
Freitag, 15. September 2017
Tour de Saar - zwischen Dibbelabbes und Schwenkern
Beruflich geht es für mich zwei bis dreimal im Jahr nach Saarbrücken. Vom Saarland selbst hatte ich bisher wenig gesehen. Aber ich kenne die Vorurteile.
In der Pfalz sagt man ja spöttisch: "Pfälzer in die Pfalz und Saarländer in die Saar 😂😂". Der "Saarlänner" lebt nach dem Motto "Hauptsach' gut 'gess" und ernährt sich wechselweise von Dibbelabbes, Fläschworschd oder Schwenkerware. Wenn man nicht gerade mit dem Auto in Saarbrücken unterwegs ist bei der Verkehrsführung [FLUCH!], liegt die Stadt schon sehr schön an der Saar. Hotel kann ich auch nicht klagen: Das Leidinger gehört zu meinen Highlights des Jahres. Alleine die Maschine, die den O-Saft frisch presst, ist schon der Bringer - das Omelette nach Wahl trägt zum perfekten Start in den Tag bei 😉.
Bilder habe ich auf dem Google Foto Server verlinkt.
Bilder zu Sarreguemines an der Blies
Bilder zu Saargemünd GARTEN DER « FAYENCEN»
Bilder zu Sarreguemines JARDIN DES FAÏENCIERS
Bilder zum Keramik Museum Sarreguemines
In der Pfalz sagt man ja spöttisch: "Pfälzer in die Pfalz und Saarländer in die Saar 😂😂". Der "Saarlänner" lebt nach dem Motto "Hauptsach' gut 'gess" und ernährt sich wechselweise von Dibbelabbes, Fläschworschd oder Schwenkerware. Wenn man nicht gerade mit dem Auto in Saarbrücken unterwegs ist bei der Verkehrsführung [FLUCH!], liegt die Stadt schon sehr schön an der Saar. Hotel kann ich auch nicht klagen: Das Leidinger gehört zu meinen Highlights des Jahres. Alleine die Maschine, die den O-Saft frisch presst, ist schon der Bringer - das Omelette nach Wahl trägt zum perfekten Start in den Tag bei 😉.
Völklinger Hütte
Ein Weltkulturerbe kriegt man nicht alle Tage vor die Linse und so wollte ich auch eine der beeindruckenden Nachtaufnahmen der historischen Stätte knipsen.Blieskastel
Auf der Autobahn gab es ein braunes Sehenswürdigkeitsschild "barockes Blieskastel", also nix wie hin.Sarreguemines (Saargemünd)
Sarreguemines ist der lothringische Ort, an dem sich die Keramikindustrie angesiedelt hatte.Bilder habe ich auf dem Google Foto Server verlinkt.
Bilder zu Sarreguemines an der Blies
Bilder zu Saargemünd GARTEN DER « FAYENCEN»
Bilder zu Sarreguemines JARDIN DES FAÏENCIERS
Bilder zum Keramik Museum Sarreguemines
Dienstag, 12. September 2017
Metz bei Nacht
Metz - da wußte ich nicht viel drüber, obwohl es gar nicht sooo weit entfernt ist. Liegt in Lothringen, sind im Fußball Letzter der Ligue 1 und die Mosel fließt durch, das war es schon aus dem Geografie Unterricht. Sogar die Nachfrage beim ADAC, bei dem ich mich normal immer mit TourSets ausstatte, brachte keinen Aufschluss. Also im Internet recherchiert und gesehen, dass die Kirchen und Gebäude nachts angestrahlt bzw. illuminiert werden. Da ich in der Woche in Saarbrücken war, nutzte ich das, um einen kurzen Abstecher zu unternehmen. Neun Euro für die Autobahn gezahlt und dann ging es die 70 Kilometer in die Hauptstadt Lothingen's. Und die Nachtaufnahmen haben sich echt gelohnt, wie ich finde.
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