Samstag, 14. November 2015

Phuket (Thailand) - von Geisterhäuschen und Pancakemännern



Thailand, die Fünfte: Nach Koh Samui, dem Norden, Rundreise Thailand und Khao Lak sollte es dieses Mal Phuket sein. Nachdem Khao Lak im letzten Jahr sehr schön, aber etwas zu ruhig war, sollte es in diesem Jahr eine Destination mit mehr Abwechslung sein. Also entschied ich mich nach 4 Tagen in 2007 zum zweiten Mal für Phuket, die größte Insel Thailands.

Warum eigentlich immer wieder Thailand? Neben der relativen Wettersicherheit und den günstigen Lebenshaltungskosten sind es einfach die Menschen selbst: Man fühlt sich durch die Freundlichkeit der Menschen sehr willkommen und einfach wohl. Klar werden einem Farang auch mal Souvenirs zu 3-fach überhöhten Preisen angeboten, aber man fühlt sich nicht ständig über's Ohr gehauen. Klingt simpel, aber trägt zu einem guten Urlaubsgefühl ungemein bei. 

Gebucht habe ich die 15 Tage über Click&Mix bei Expedia. Beim Flug sollte es Singapore Airlines sein. Den Aufpreis nehme ich gerne für Service und Beinfreiheit in Kauf. Aber im Rahmen der Star Alliance kann man die Fluglinie eben nicht mehr direkt wählen und so wurde es eine A380 der Lufthansa für unseren Hinflug. 

Unser Fluggerät: Die A380-800
Der Vogel mit fast 500 Plätzen war so ausgebucht, dass wir nicht mal 2 Plätze nebeneinander gekriegt haben. Klar, man hätte es 24 Stunden vorher über das Online Check-In regeln können, aber das habe ich eben nicht. Umstieg in Singapur Changi Airport zum Weiterflug mit Silk Air waren nur 1,5 Stunden, was zur Folge hatte, dass unser Gepäck einen längeren Aufenthalt in Singapur hatte als wir. Das sollten wir aber erst nach der Ankunft in Phuket bemerken. Aber Singapore Airlines ist für den Fall vorbereitet und so gab es sofort im Lost&Found Büro am Flughafen umgerechnet 60 Euro "Soforthilfe" pro Person. Das Gepäck traf auch am nächsten Morgen um 11 Uhr im Hotel ein, so dass wir außer einem Frühstück in langen Hosen kaum Einschränkungen hatten.

Beim Hotel hatte ich das Sea Sun Sand Ressort in Patong gewählt. Zwar etwas von Chinesen übervölkert, aber in Summe eine sehr gute Wahl. Am Rand des Patong Beachs gelegen war es sehr zentral, aber durch die Bauweise nach hinten gegen den Hügel war es total ruhig und hatte eine schöne Aussicht über die Bucht zu bieten. 

Frühstücksraum 1

Frühstücksraum 2

Blick vom Balkon auf die Patong Bucht 


Land und Leute


Ja, das ist es, was dieses Land immer wieder als Reiseziel so interessant macht: Die Liebenswürdigkeit der Menschen. Alleine die morgendliche "Sawasdee Kah" Begrüßung mit der respektvollen Geste lässt den Tag mit guter Laune beginnen. 

Das Wetter und die Landschaft sind weitere Gründe. Es macht einfach Spaß, den ganzen Tag barfuß und in kurzen Hosen zu verbringen. Sogar die nächtliche Fahrt auf dem Roller ist bei tropischen Temperaturen ein Highlight. Und mit dem Moped lassen sich die Sehenswürdigkeiten einfach am Besten entdecken.

Longboat am Rawai Beach

Promthep Cape, südlichster Punkt von Phuket

Surin Beach, 12 Km nördlich von Patong

Buddhismus 


Überall trifft man auf buddhistische Klosteranlagen - sog. Wat's - mit Buddhas und Mönchen, die in orange gekleidet sind. 


Big Buddha, Phuket

Goldener Buddha beim Big Buddha


Kehrwoche :-) 

Interessante Riten und Bräuche sind mit dieser gemäßigten Form der Religionsausübung verbunden. So bestreiten die Mönche etwa einen Großteil ihres Daseins mit Spendensammeln. Aber hier bedankt sich nicht etwa der Mönch für die Spende, sondern der Spender für die Möglichkeit, eine gute Tat zu vollbringen. 

Weiterer netter Brauch sind die Geisterhäuschen. Wenn man ein Grundstück bebaut, vertreibt man auch die auf dem Grundstück lebenden Geister. Aus diesem Grund und um die Geister zu besänftigen, werden Häuser extra für die Geister errichtet, damit diese dort verweilen. 

Geisterhäuschen

Geisterhäuschen in rot und grün

Geisterhäuschen

Um nun diese Geister milde zu stimmen, werden jeden Morgen Opfergaben vor deren Häusern aufgebaut. Das unterliegt festen Ritualen, wie etwa, dass dies bis 11 Uhr morgens zu geschehen hat, damit sich die Geister damit anfreunden können. 

Hier eine dieser Opfergaben. Man beachte die Strohhalme in den Flaschen (Service wird groß geschrieben in Thailand :-)) 

Opfergaben vor Geisterhäuschen

Thailand und das Essen 


Die Thais sind eigentlich immer am Essen. Essen gehört zum gesellschaftlichen Leben, wird oft mit Freunden zusammen als socializing betrieben. Und nicht etwa wie bei uns, dass jeder sein eigenes Gericht hat, sondern es wird richtig aufgetischt und aus einer Vielzahl von Gerichten gewählt. 

Nicht nur Tom Yam, sondern YamYam :-)
Wer bekommt???

Neben Restaurants und Garküchen für den kleinen Hunger zwischendurch haben wir die Foodcourts sehr geschätzt. Das sind Ansammlungen von Garküchen meist in der Nähe eines Textil-/Souvenirmarkts, bei dem man aus vielen frisch zubereiteten Gerichten auswählen kann. 

Seafood am Spieß

verschiedene Fleischspieße

Gegessen wird hier
MUH - Thailändisch für Schwein (kein Witz)
Wer's mag.....

Seafood gibt es fangfrisch und man zahlt nach Gewicht des Frischfischs. Natürlich wird als Nachweis der Frische dem auf Eis liegenden Fisch zwischen die Kiemen gegriffen und die klaren Augen gezeigt. Dann muss man nur die Zubereitungsart wählen und 20 Minuten später steht was leckeres auf dem Tisch.

Red und White Snapper 

Fangfrisch aus dem Meer
  
Red Snapper mit Garlic und Lemon

Natürlich können sich fortgeschrittene Genossen auch an gewagtere Kost herantrauen: 




Thailand und das Obst


Highlight eines jeden Frühstücks ist das frische Obst. Wenn man hier denkt, man kennt Ananas oder Melonen, so erfährt man hier ein komplett anderes Geschmackserlebnis. Sehr viel süßer und feiner im Geschmack. 

Obststand mit frisch abgepackten Portionen

Papaya 

Wassermelonen

Neben den bei uns populären Obstsorten gibt es natürlich auch jede Menge Exoten: 

Jackfrucht - sehr süß und lecker
Pitahaya oder Drachenfrucht - Spektakulär im Aussehen, eher langweilig im Geschmack

Durian - die Stinkfrucht: In den meisten Hotels verboten


Thailand und die Süßspeisen


In Thailand wird man zum Nachtisch-Junkie. Allein die Kombi Banane und Schokolade lädt zu herrlichen Schweinereien ein....

Unverzichtbar bei vielen Dessert: Gezuckerte Kondensmilch (Milchmädchen)

 Der Pancakeman mit seiner fahrbaren Küche 
 Coppenrath und Wiese auf dem Nachtmarkt
Aber der Stars waren die Eisplattenmänner - schaut Euch einfach die Videos dazu an: 

Erdbeer und Bananeneis auf der Eisplatte 1


Erdbeer und Bananeneis auf der Eisplatte 2

Nachtleben und die Bangla Road 


Phuket ist neben Pattaya auch der Spot für Unterhaltungswillige und Sextouristen. In Phuket trifft man all dies in der Bangla Road an, einem Schmelztiegel aus Backpackern, Ladyboys, Feierwütigen, Schleppern und Händler mit Bauchläden. Die Bewertung dieses Treibens überlasse ich jedem selbst, interessant sind solche Plätze allemal. 


 Nightlife in der Bangla Road

Blick über die Bangla Road 1


Blick über die Bangla Road 2

Solche Orte ziehen aber auch immer wieder Aktionskünstler an: 

Streetdancer Bangla Road Patong Beach Phuket 1

Streetdancer Bangla Road Patong Beach Phuket 2

Streetdancer Bangla Road Patong Beach Phuket 3

Zauber-Cowboy Bangla Road Patong Beach Phuket 1


Zauber-Cowboy Bangla Road Patong Beach Phuket 2


Transport und Tanken in Thailand


Thailand gilt als das Land mit den meisten gemeldeten Verkehrstoten weltweit. Also muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er die Fahrt im Linksverkehr wagt. Kurze Hosen, schlechte Strassen und hohes Verkehrsaufkommen lassen einen Sturz schon vorprogrammiert erscheinen. Ich habe auf allen meinen Thailandreisen Motorräder oder -roller gemietet und bin damit immer gut zurechtgekommen. Aber ich fahre auch zu Hause Zweirad, dadurch ist es sicher einfacher. Für mich ist es ein Stück Urlaubsgefühl durch tropische Gefilde zu düsen und eine gewisse Freiheit verleiht es ohnehin. 

Nach 3 Tagen auf dem klassischen 125er Roller hatte ich mich dieses Mal für einen 150er entschieden, der uns beide doch deutlich besser verkraftete als der 125er: 

Motorradstiefel gibt's jetzt auch von CROCS :-)


sowas trifft man auch an auf Thailands Straßen: 

grade nochmal durch den TÜV gekommen :-) 

Zum Tanken hat man verschiedene Möglichkeiten:

aus Flaschen am Straßenrand......
an Tankstationen am Straßenrand......

an Zapfsäulen......




... oder an der Tankstelle...


......zusammen mit einigen anderen.
Öffentlichen Personennahverkehr gibt es in Thailand natürlich auch. Entweder man entert eines der zahlreichen Tuk Tuks

Tuk Tuk - Früher mit 3, heute mit 4 Rädern
Oder man steigt in einen der öffentlichen Busse für kleines Geld zu:

Dann fahr ich schon lieber mit OTTO aus den Simpsons :-)

Massage 


zu unserem (fast) täglichen Ritual in Thailand vor dem Abendessen gehörte die Massage: Thaimassage zu 250 Baht (etwa 7 Euro) die Stunde bei der eine 38 Kilo Person dann auf dich draufsteigt und Muskelpartien bei Dir entdeckt, die Du bis dahin nicht kanntest. 

Da ich ja eher der Verwöhntyp bin habe ich eine Kombi aus "Back&Shoulder" (aber soft :-)) und Öl- oder Aromamassage gewählt. 

Und siehe da, nach 10 Anwendungen wurde mein Rücken merklich besser. 

Massagen gibt es direkt am Strand (an den Stellen, an denen die Kreuzfahrtschiffe anlegen auch zum doppelten Preis) und in kleinen Massagesalons. Abgetrennt durch vorhänge zum Nachbarn legt man sich auf die Pritsche und los geht's. Oder man läßt sich im Vorraum eine Mani- oder Pediküre in den bequemen Ledersesseln verabreichen.  

Die Fotos dazu wurden leider zensiert :-)

Kuriositäten 


Auf den (Nacht-)Märkten und den Shops gibt es allerhand Kurioses zu entdecken. Einiges davon habe ich hier zusammengetragen: 
Insekten und Würmer 

Insekten und Würmer 2

Handwerkskunst in Thailand ist vielfältiger als Seife schnitzen und Armbändchen flechten. In den zahlreichen Kunstateliers darf man verständlicherweise nicht fotografieren, in dem Metal Art Shop dagegen schon: 

Termi T-800 und sein Bezwinger :-)
Predator und Prey 

Eine Institution in Thailand sind die 7/11 Shops. Auf der Fläche eines Tankstellen-Verkaufsshops führen die nahezu alles im Sortiment - und das 24 Stunden pro Tag 7 Tage die Woche. In den Shops ist es frostig wie im Kühlraum und beim Verlassen des 7/11 erschlägt einen nicht nur die tropische Hitze, sondern es ertönt auch ein japanischer Klingelton, Wer in der Nähe eines 7/11 schon mal gegessen hat ist nach kurzer Zeit schon so genervt von diesem Ton, dass er großen Respekt vor den Bediensteten hat :-). 


Im Sortiment der 7/11 Shops sind natürlich auch Zigaretten. Spekatulär sind dabei die Warnhinweise, wie man nachfolgend sieht:

Mal echt abschreckende Warnhinweise 
Ein Erlebnis sind auch die überirdischen Leitungen und die Verkabelungen. Sehen nicht nur abenteuerlich aus - wir waren mal in unmittelbarer Nähe, als ein Kurzschluss produziert wurde. Das hatte was von einem Feuerwerk. Und Stromausfälle habe ich bis jetzt in jedem Urlaub mitgemacht.

 Zwei echt harmlose Varianten 



Sonnenuntergänge


Natürlich will ich keinem ein paar Neidfotos vorenthalten. Ich muss aber fairerweise hinzusagen dass ich z.T. Dinge fotografiert habe, die es so in natura nicht gab. Durch Spielen an Blende und Verschlusszeit läßt sich schon viel tunen. Und meine Freundin sagte manches Mal verdutzt: Das ist doch gar nicht sooo spektakulär in Echt....

Vom Balkon unseres Hotels aus über der Patong Bucht

Vom Balkon unseres Hotels aus über der Patong Bucht

Vom Balkon unseres Hotels aus über Patong Beach

Vom Balkon unseres Hotels aus über der Patong Bucht

Vom Balkon unseres Hotels aus über der Patong Bucht
Vom Balkon unseres Hotels aus über der Patong Bucht

Surin Beach

Surin Beach

   




  

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